Was ist Dateityp-Erkennung?

Der Dateityp-Erkenner bestimmt das tatsächliche Format einer Datei anhand ihrer binären Signatur (Magic Bytes) — nicht nur der Dateiendung. Ideal, um umbenannte oder endungslose Dateien zu identifizieren und zu prüfen, ob eine Datei wirklich das ist, was sie vorgibt zu sein.

Lege eine oder viele umbenannte oder endungslose Dateien ab, und die Seite liest die führenden Bytes – die sogenannte Magic Number – und gleicht diesen Fingerabdruck mit einer Bibliothek ab, die PNG, JPEG, HEIC, AVIF, PDF, ZIP, MP3, MP4, ELF und Dutzende mehr umfasst. ZIP-basierte Dateien werden von innen geprüft, um das echte Format (DOCX, XLSX, APK, EPUB, JAR, OpenDocument) zu enthüllen und ihre Einträge aufzulisten. Bekannte Ransomware-Endungen und Header-Marker lösen eine sichtbare Warnung aus, und Header, die gleichzeitig zwei Formate erfüllen, werden als Polyglott markiert. Jedes Ergebnis zeigt den echten MIME-Typ, die kanonische Endung, einen Erkennungs-Sicherheitswert, einen vollständigen SHA-256-Fingerabdruck und einen Hex+ASCII-Dump des Headers – dazu einen optionalen TXT- oder JSON-Bericht, alles auf deinem Gerät berechnet, ohne dass etwas hochgeladen wird.

Anleitung

  1. Schritt 1 — Ziehen Sie eine Datei hinein oder wählen Sie eine aus, deren Typ Sie bestimmen möchten.
  2. Schritt 2 — Das Tool liest den binären Dateikopf und gleicht ihn mit bekannten Signaturen ab.
  3. Schritt 3 — Sehen Sie den erkannten MIME-Typ, die Dateiendung und eine Beschreibung des Formats.

Wann verwenden

  • Einen Download namens report.txt prüfen, der sich nicht als Klartext öffnen lässt.
  • Einen E-Mail-Anhang mit verdächtiger oder fehlender Endung vor dem Öffnen sortieren.
  • Bestätigen, dass eine exportierte Datei das gewünschte Format hat (echtes JPEG, kein umbenanntes BMP).

Ergebnis

Ein Kollege hat „report“ ohne Endung geschickt: Datei hineinziehen enthüllt application/pdf — in report.pdf umbenennen und normal öffnen.

Häufige Fragen

Warum nicht einfach der Dateiendung vertrauen?
Endungen lassen sich versehentlich oder mit Absicht leicht ändern. Eine Datei mit Namen photo.jpg kann in Wahrheit ein PNG, ein PDF oder sogar ein ZIP-Archiv sein. Die Magic Number steht in den Bytes selbst und gibt fast immer das wahre Format wieder.
Erkennt das Tool jeden Dateityp?
Abgedeckt sind über 50 gängige Formate — Bilder, Video, Audio, Archive, Dokumente, ausführbare Dateien, Schriften und Datenbanken. Bei seltenen oder proprietären Formaten erscheint der generische application/octet-stream; der Hex-Header bleibt aber für manuelle Recherche nützlich.
Kann es .docx und .xlsx unterscheiden? Beides sind ja ZIP-Dateien.
Ja. Wenn die äußere Signatur ZIP ist, schaut das Werkzeug in das Archiv und sucht nach verräterischen Einträgen wie word/document.xml (DOCX), xl/workbook.xml (XLSX), ppt/presentation.xml (PPTX), AndroidManifest.xml (APK), META-INF/container.xml (EPUB) oder einem JAR-Manifest. Das Ergebnis zeigt sowohl das Basisformat (ZIP) als auch das tatsächliche Format (z. B. Word-Dokument) und listet die wichtigsten Archivmitglieder auf.
Ist die Magic Number dasselbe wie ein Hash oder eine Prüfsumme?
Nicht ganz. Ein Hash fasst die gesamte Datei zusammen; Magic Bytes sind nur die ersten Bytes, die als Formatkennung dienen. Zwei verschiedene PNG-Bilder teilen dieselbe Magic Number, haben aber völlig unterschiedliche Hashes. Das Tool zeigt beides: die Magic Bytes, die das Format benennen, und einen vollständigen SHA-256-Hash, der die genaue Datei kennzeichnet.
Verlässt die Datei mein Gerät?
Nein. Die Typerkennung liest nur die ersten paar Hundert Bytes und gleicht sie direkt auf der Seite ab. Für den SHA-256-Fingerabdruck wird die gesamte Datei lokal gelesen, daher dauern sehr große Dateien einen Moment, doch nichts wird jemals kopiert oder irgendwohin gesendet – jedes Byte bleibt auf deinem Gerät.

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