Was ist Gitarren-/Instrumentenstimmgerät?
Ein chromatisches Stimmgerät, das das Mikrofon Ihres Geräts nutzt, um die Tonhöhe in Echtzeit zu erkennen. Funktioniert mit Gitarre, Bass, Ukulele, Geige und jedem anderen Instrument. Zeigt den erkannten Ton, die Abweichung in Cent und eine visuelle Stimmanzeige an.
Im Inneren liest ein YIN-inspirierter Autokorrelations-Algorithmus den Mikrofon-Stream über die Web Audio API und meldet die Tonhöhe mit Cent-Genauigkeit. Die A4-Referenz lässt sich zwischen 415 und 466 Hz einstellen, sodass historische und Orchesterstimmungen abgedeckt sind. Die Erkennung greift bei Saiten-, Holzblas- und Blechblasinstrumenten — überall dort, wo ein stabiler Grundton über dem Hintergrundrauschen liegt.
Anleitung
- Schritt 1 — Erlauben Sie den Mikrofonzugriff, wenn Sie dazu aufgefordert werden, und spielen Sie dann einen einzelnen Ton auf Ihrem Instrument in der Nähe des Mikrofons.
- Schritt 2 — Beobachten Sie die Stimmanzeige: Sie zeigt den erkannten Notennamen, die Oktave, die Frequenz in Hz und eine Nadel, die die Abweichung in Cent von der perfekten Tonhöhe anzeigt.
- Schritt 3 — Drehen Sie am Stimmwirbel, bis die Nadel mittig steht und die Anzeige grün wird — das bedeutet, der Ton ist gestimmt (innerhalb von ±5 Cent).
Wann verwenden
- Die Gitarre vor der Bandprobe stimmen, ohne ein Clip-on-Tuner zu kaufen.
- Prüfen, ob die Geige für die europäische Orchesterprobe auf A=442 Hz steht.
- Einer Anfängerin oder einem Anfänger zeigen, was Cents bedeuten, indem die Nadel beim Spannen mitwandert.
Ergebnis
Stimmen Sie eine Gitarre auf Standardstimmung (E2 A2 D3 G3 H3 E4): Zupfen Sie die tiefe E-Saite — die Anzeige zeigt „E2“ bei 82,4 Hz. Drehen Sie am Wirbel, bis die Nadel mittig steht.
Häufige Fragen
- Wie genau ist Mikrofon-Tuning gegenüber einem Clip-on?
- An einem ruhigen Tisch und bei sauberem Anschlag landet die Messung innerhalb ±2 Cent. Clip-on-Tuner nehmen die Saitenschwingung direkt ab und bleiben in lauten Räumen stabiler — auf der Bühne gewinnt der Clip-on. Für Übungen daheim reicht das Mikrofon locker.
- Warum springt die erkannte Note zwischen zwei Werten?
- Meist heisst das, du sitzt zwischen zwei Noten (etwa 50 Cent daneben) und der Algorithmus pendelt zwischen Nachbar unten und oben. Weiter spannen oder lockern, bis sich die Nadel klar auf einer Seite einpendelt.
- Kann ich auf alternative Stimmungen wie Drop D oder Open G stimmen?
- Ja — wähle ein Preset in der Stimmungszeile über dem Messgerät und die Referenzkarten wechseln zu den richtigen Tönen. Standard, Drop D, Halbton tiefer, Open G, Open D, Open E, Open A, C Standard und DADGAD sind je ein Tipp, und es gibt auch eigene Banjo- und Mandolinen-Instrumente. Der Detektor selbst arbeitet chromatisch, also wird jeder gespielte Ton namentlich erkannt.
- Funktioniert das für Bassgitarre und tiefe Instrumente?
- Ja. Tippe auf den Bass-Reiter, dann wechselt die Referenz zu E1 A1 D2 G2. Die Erkennung reicht bis etwa 30 Hz, also bis zum tiefen H eines Fünfsaiter-Basses (rund 31 Hz). Darunter rollen Laptop- und Handy-Mikros ab und die Anzeige wird unruhig.
- Warum erkennt der Tuner nichts, wenn ich einen Akkord spiele?
- Der Algorithmus braucht eine einzige Grundfrequenz, um sich darauf zu verriegeln. Ein Akkord enthält mehrere Töne gleichzeitig, sodass die Autokorrelation kein sauberes Ergebnis liefert. Spiel die Saiten einzeln an.
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