Was ist Tonart-Erkennung?
Analysiert Audio, um die musikalische Tonart und Tonleiter zu erkennen. DJs nutzen es zum harmonischen Mixen, Produzenten zum Abstimmen von Samples auf die richtige Tonart.
Lassen Sie eine MP3-, WAV-, OGG-, FLAC- oder AAC-Datei fallen oder nehmen Sie bis zu 8 Sekunden vom Mikro auf. Der Analyser erstellt ein Chromagramm (Energie über die 12 Tonklassen), vergleicht es mit den Krumhansl-Schmuckler-Tonalitätsprofilen und nennt die wahrscheinlichste Tonart samt Camelot-Wheel-Notation (etwa 8A für A-Moll). Ein Konfidenzwert zeigt, wie klar das Stück in dieser Tonart sitzt.
Anleitung
- Laden Sie eine Audiodatei hoch (MP3, WAV, OGG, FLAC) oder nehmen Sie direkt über Ihr Mikrofon auf
- Warte ein paar Sekunden, während das Audio analysiert wird
- Sehen Sie sich die erkannte Tonart, Tonleiter, BPM-Schätzung und Camelot-Notation für das DJ-Mixen an
Wann verwenden
- DJ-Sets, bei denen jeder Übergang harmonisch passen soll.
- Produzenten, die ein Vocal-Sample oder einen melodischen Loop vor dem Einbau auf die richtige Tonart bringen.
- Coverband-Probe — Tonart aus einer Aufnahme bestimmen statt nach Gehör.
Ergebnis
Ein DJ möchte zwei Tracks harmonisch mixen. Den ersten Track hochladen — er wird als A-Moll erkannt (8A Camelot). Damit weiß man, dass kompatible Tonarten 7A, 8A, 9A oder 8B für sanfte Übergänge sind.
Häufige Fragen
- Wie genau ist die Tonart-Erkennung?
- Etwa 80-90% bei Pop, Rock und Elektronik mit klarem tonalen Zentrum. Fällt auf rund 60% bei Jazz mit häufigen Modulationen, Ambient und atonalen Stücken. Der Konfidenzwert spiegelt das — unter 50% deutet meist auf Modulation oder schwache Tonalität.
- Was ist die Camelot-Notation und warum interessieren sich DJs dafür?
- Camelot ordnet jeder Tonart eine Zahl plus A (Moll) oder B (Dur) auf einem Rad zu. 8A ist A-Moll; 7A, 9A und 8B mischen sich harmonisch ohne Dissonanz. DJs nutzen es, weil kompatible Camelot-Zahlen garantieren, dass die nächste Spur melodisch nicht mit der aktuellen kollidiert.
- Warum weicht die erkannte Tonart von der Wikipedia-Angabe ab?
- Parallele Dur- und Moll-Tonarten teilen sich dieselben Töne (C-Dur und A-Moll etwa), darum schwankt der Algorithmus je nach betonter Note zwischen ihnen. Ein als C-Dur gelisteter Song kann als A-Moll erkannt werden, wenn die Strophen auf A lehnen. Beide sind technisch korrekt.
- Erkennt es Tonartwechsel innerhalb eines Songs?
- Diese Version gibt eine einzelne Gesamt-Tonart aus. Moduliert ein Song in der Bridge von C nach D, erscheint die im Audio dominierende Tonart. Für eine einzelne Sektion schneiden Sie sie in einem Editor heraus und laden nur diesen Ausschnitt hoch.
- Warum liefert die BPM-Erkennung beim gleichen Track unterschiedliche Werte?
- Manche Tracks haben mehrdeutiges Tempo (Half-Time gegen Full-Time). Der Algorithmus nimmt den stärksten Autokorrelations-Peak, aber wenn das Schlagzeug auf Half-Time liegt, kann er 70 statt 140 anzeigen. Beides ist mathematisch korrekt — verdoppeln oder halbieren Sie nach Bedarf.
Ähnliche Tools
Spektrumanalysator
Visualisieren Sie das Audio-Frequenzspektrum in Echtzeit
Mono-zu-Stereo-Konverter
Mono-Audiodateien in Stereo konvertieren
Audio-Bitrate-Konverter
Bitrate von Audiodateien ändern
Audio-Crossfade
Überblendung zwischen zwei Audiospuren
Chorus-Effekt
Chorus-Audioeffekt hinzufügen
Wellenform-Bildgenerator
Audio-Wellenform als Bild exportieren