Was ist Zinseszinsrechner?

Der Zinseszinsrechner zeigt, wie dein Geld dank Zinseszins über die Zeit wächst. Gib Kapital, Zinssatz und Laufzeit ein, um den zukünftigen Wert zu berechnen.

Monatliche statt jährliche Verzinsung ändert das Ergebnis stärker, als die meisten erwarten. Bei 7% über 30 Jahre wachsen 10.000 Dollar bei jährlicher Verzinsung auf rund 76.123, bei monatlicher auf 81.165. Der Rechner nutzt die Standardformel A = P(1 + r/n)^(nt), du kannst die Zahlen also per Hand nachvollziehen.

Anleitung

  1. Gib den Anfangsbetrag (Kapital) ein
  2. Lege den jährlichen Zinssatz fest und wähle die Zinsfrequenz, von täglich bis jährlich
  3. Wähle den Zeitraum in Jahren und sieh den voraussichtlichen Endwert und die Gesamtzinsen

Wann verwenden

  • Tagesgeld, Festgeld und Indexfonds über 10 bis 30 Jahre miteinander vergleichen.
  • Entscheiden zwischen einem Kredit mit niedrigem Zins und monatlicher Verzinsung und einem mit höherem Zins und jährlicher.
  • Kindern oder Verwandten zeigen, wie ein kleiner Betrag über Jahrzehnte wirklich wächst.

Ergebnis

10.000 € bei 7 % p.a. monatlich verzinst über 20 Jahre wachsen auf 40.387 € — 30.387 € Zinsertrag.

Häufige Fragen

Kann ich regelmäßige Einzahlungen hinzufügen oder nur eine Einmalanlage?
Beides. Lass das Einzahlungsfeld leer für eine Einmalanlage, oder gib einen Betrag ein und wähle den Rhythmus (monatlich, vierteljährlich oder jährlich), um nach Plan einzuzahlen. Jede Einzahlung wird am Periodenende verbucht und verzinst sich ab da, und das Ergebnis teilt das Endguthaben auf in das, was du eingezahlt hast, und das, was die Zinsen beigesteuert haben.
Warum bringt monatliche Verzinsung bei gleichem Zins mehr als jährliche?
Weil jede Verzinsung die neuen Zinsen sofort arbeiten lässt. Bei jährlicher Verzinsung wartet das Geld 12 Monate, bis die neuen Zinsen etwas tragen, monatlich passiert das zwölfmal so oft. Über 20 Jahre liegt der Unterschied meist bei 1 bis 2% des Endbetrags.
Sind Steuern oder Inflation berücksichtigt?
Nein. Das Ergebnis ist ein nominaler Endwert vor Steuern. Für das reale Wachstum zieh etwa 2 bis 3% vom Jahreszins ab, um die Inflation zu approximieren. Für Steuern zieh deinen Grenzsteuersatz vom Zinsanteil ab.
Welchen Zinssatz nehme ich für Aktien oder einen Indexfonds?
Der S&P 500 hat historisch rund 7% real (etwa 10% nominal) gebracht, aber Vergangenheit ist keine Garantie. Für vorsichtige Planung nimm 5 bis 6%. Für ein Sparkonto setz den effektiven Jahreszins ein, den die Bank veröffentlicht.
Funktioniert Zinseszins auch bei Minuszinsen?
Die Formel akzeptiert auch einen negativen Zins (zum Beispiel -0,5), das Endkapital fällt dann unter den Einsatz. Bei Privatkonten kommt das selten vor, bei Anleihen und einigen europäischen Einlagen gab es aber tatsächlich Minuszinsen.

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